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Bau der Morane Rallye

Zur Morane Rallye

Den Bau dieses Modells habe ich mal etwas ausführlicher dokumentiert. Deshalb gibt es darüber auch eine eigene Seite.

Leitwerk

Begonnen wurde mit dem Bau des Leitwerks und dem Servoeinbau darin. Das Seitenruder-Servo sitzt rechts in der Seitenflosse. Der Servoträger dient gleichzeitig als Versteifung des Seitenleitwerks. Der Deckel aus dünnem Aluminium macht die Anlenkung des Seitenruders noch steifer. In der Aussparung für das Höhenleitwerk sitzt mittig der Stecker (MPX grün) für das Höhenruderservo.

Das Seitenruder sitzt im Rumpf in einer Hohlkehle, und wird oben und unten in Aluhalterungen gelagert. Als Achse wird einfach ein 1,5mm Federstahldraht verwendet, der von oben durchgesteckt wird.

Das HR-Servo sitzt direkt in der Höhenflosse und kann so das Ruder auf kürzestem Weg ansteuern. Der Stecker übernimmt dabei auch gleich die vordere Führung des Höhenleitwerks. Die Kabel werden gelötet und mit Schrumpfschlauch isoliert. Das Servo wird auf ein Sperrholzplättchen geklebt, welches dann auf ein anderes Sperrholz und kleine Klötzchen geschraubt wird, die so tief im Syro sitzen, das sie die andere Beplankung erreichen. Die Befestigung des Leitwerks erfolgt mit einer Stahlschraube M6. Die Gestänge sind 2,5 mm stark und sind genauso wie die Kugelköpfe bei Vario erhältlich. Das Ruderhorn sind zwei ins Ruder eingeklebte (UHU Plus Endfest-300) GFK-Plättchen.

So sieht das ganze dann aus, wenn das Höhenleitwerk am Flugfeld montiert wird: aufsetzen, Schraube anziehen, fertig. Durch die Öffnung wird der Vergaser mit Frischluft versorgt. Unter dem Loch ist ein Sperrholz mit einer M6 Einschlagmutter eingeharzt. Ein senkrechter Spant zur Versteifung an dieser Stelle folgt noch.


Rumpf

Im Rumpf wird als erstes die Steckung für die Flächen eingebaut. Die starke V-Form erlaubt es nicht ein durchgehendes gerades Alurohr zu verwenden. Die V-Form ist hier in der Steckung im Rumpf. Der Knick im Rohr wird dann mit einer Lage Kevlarband verstärkt und die Kräfte durch passende Spanten unter und über dem Rohr in den Rumpf eingeleitet.

Die Hülsen im Rumpf müssen eingepaßt, justiert und dann verklebt werden. Dazu hat Klaus das Modell auf dem Tisch ausgerichtet und vermessen. So wird sowohl das Höhenleitwerk rechtwinklig auf dem Rumpf justiert (Wasserwaage), als auch die EWD eingestellt und dafür gesorgt, dass beide Tragflächen denselben Anstellwinkel haben.

Hier ist auch zu sehen, dass die Motorhaube noch nicht vom Rumpf abgetrennt wurde, da der Rumpf so noch stabiler ist, und sich beim Einkleben der Flächensteckung nicht so leicht verwindet.

Der Motordom wird mit dem Motorspant verklebt, in den schon alle Aussparungen und Bohrungen für den Motor angebracht wurden. Da am Motordom kein Anschlag zum Einpassen in den Rumpf bei abgetrennter Motorhaube (das geht am besten mit einer kleinen Dremel-Trennscheibe) vorhanden ist, mußte selbst einer gesetzt werden. Nach Justieren und Anzeichnen der genauen Position wird ein provisorischer Anschlag aus Klebeband (im Bild blau) angeklebt.

So kann der Dom jetzt ganz einfach verklebt werden.

So sieht das dann aus, wenn der Motor eingebaut ist. Die roten Dämpfer des Hydromount-Systems passen wirklich ganz knapp unter die Haube; zu sehen ist hier aber nur der rechte. Auch gut zu erkennen ist, wie der Vergaser in den Rumpf hineinzeigt. Die Ansaugung trägt auch dazu bei, den Lärmpegel niedrig zu halten.

Von hinten wird der Motorspant noch nach unten abgestützt, da ja unter dem Motor noch das Bugfahrwerk befestigt ist. Unter der GFK-Abdeckung sitzt der Schalldämpfer. Der Schacht um den Vergaser ist hier noch nicht eingebaut, aber der Bowdenzug zur Ansteuerung der Chokeklappe ist schon am Vergaser angebracht.

Hier ist alles schon fertig eingebaut. Die Servos, der Auspuff- und der Vergaserschacht werden ziemlich gut durch das Instrumentenbrett (aus einer dünnen Kohlefaserplatte) abgedeckt. Ganz links verläuft der Benzinschlauch (gelb) mit einem Filter, daneben sitzt das Gasservo (Multiplex Royal MC). Fast ganz verdeckt sitzt das Servo für die Radbremse (Graupner C508), im Vordergrund die Betätigung der Chokeklappe (C4041) und über Kopf sitzt das Bugfahrwerksservo (Multiplex Profi MC) in der Servoplatte.

Hinten im Rumpf gibt es einen Spant, der die Schleppkupplung und das Servo dafür trägt. Außerdem wird damit der Bereich hinter der Kabinenhaube versteift, da ja dort durch die Schleppkupplung doch etwas höhere Kräfte auftreten können.
Die Kabinenhaube wird links und rechts durch jeweils eine Verriegelung gehalten. Dies ist einfach je ein Bowdenzug, der an der Unterseite des Rumpfes betätigt werden kann. Der Schalter für die Empfangsanlage befindet sich ebenfalls an der Unterseite im Bereich des Überganges zur Tragfläche (im Bild rechts unten). Noch lose liegen die (verdrillten) Kabel zum Höhen- und Seitenruderservo im Rumpf.

Der Tank sitzt direkt vor der Flächesteckung unter den Vordersitzen. Die Befestigung erfolgt einfach mit Kabelbindern um die Steckung herum.

Hier ist gut die Bremse am Bugfahrwerk zu erkennen. Wie die Wirkung im Betrieb ist, wird sich noch zeigen.


Tragfläche

Die Qualität der Tragflächen ist sehr gut, es bedurfte auch nur sehr wenig Arbeit zur Fertigstellung. Geändert wurde nur die Landeklappe, die zu einer Spaltklappe umgebaut wurde. Um den doch recht dünnen Auslauf der Tragflächenoberseite zu verstärken, wurde die Hohlkehle mit einer einlaminierten Matte verstärkt.
Dazu wird zuerst die Klappe mit einem Klebeband an der Klebestelle versehen. Helmut Weiß ist hier gerade dabei, dieses dann noch mit Trennlack zu behandeln.

Hier wird jetzt das Band mit weiß eingefärbtem Harz in die Hohlkehle laminiert.

Die Servos werden schon vor dem Bespannen fertig eingebaut. Die Anlenkung kann aufgrund der Profildicke komplett verdeckt erfolgen. Die hat den Vorteil, das keine Ruderhörner überstehen und z.B. beim Transport andere Teile beschädigen. Die Gestänge bestehen wie beim Höhenleitwerk aus 2,5 mm Stahldraht und Kugelköpfen von Vario.

Dies ist die fertige Landeklappe im voll ausgefahrenen Zustand.


Endlich fertig

Da steht sie nun fertig, nur Verzierungen fehlen noch. Klaus und Franz Prepelica dsikutieren über die erwarteten Flugeigenschaften ...

Zur Morane Rallye

Bilder Copyright © Christian Schulze


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Stand: 24.11.2006
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