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Bau eines GFK-3-Blatt-Propellers

von Helmut Weiß

Zuerst ein paar notwendige Bemerkungen:
  • Bei Luftschrauben handelt es sich um sicherheitsrelevante Bauteile, die enormen Belastungen ausgesetzt sind und daher bei unsachgemäßer Herstellung und Gebrauch gefährlichste Verletzungen bei Piloten und unbeteiligten Zuschauern verursachen können.
  • Der Verkauf von selbstgefertigten Luftschrauben ist mit Vorsicht zu betrachten, da der Hersteller für Verletzungen aufgrund eines Fabrikationsfehlers haftbar gemacht werden kann.
  • Der Nachbau von Propellern wird nicht gerne gesehen, ist jedoch für den rein privaten Gebrauch gestattet.
Folgende Dokumentation ist natürlich nicht die einzige Möglichkeit Propeller zu bauen, aber sie hat bei mir zu recht ordentlichen Ergebnissen geführt. Gezeigt wird der Bau eines 21/12 3-Blatt-Props den ich mit viel Erfolg auf meinem Proud Bird mit dem ZG62 verwende.
Folgende Materialien werden dabei verwendet:
  • Kohle-Kevlargewebe (160 g/m²) als Decklage
  • Kohlerovings (C60)
  • Epoxidharz (L) und Härter (L)
  • Glasfaserschnitzel und Baumwollflocken für die Nabe
  • Thixotropiermittel zum Eindicken des Harzes für die Harzraupe

Der Bau der Form für diesen Propeller wird gesondert beschrieben.

 

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Diese beiden Bilder zeigen die fertig eingewachsten und mit PVA-Trennlack versehenen Formen. Der Bolzen ist eingesteckt.

 

Größeres Bild durch klicken Bild 3
Gewebe- und Rovingbedarf je Formhälfte für diesen Propeller. Hier wurde aus optischen Gründen das normalerweise verwendete Carbon-Gewebe durch ein Carbon/Kevlar-Gewebe ausgetauscht. Legt man ein zweites Gewebe, z.B. Glas 160g/m², 90 Grad, ein, so wird beim Einlegen der Rovings das Deckgewebe nicht verzogen.

 

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Bei einem Propellerblatt wurde das Carbon-Kevlar-Gewebe eingelegt.

 

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Komplett eingelegtes Gewebe in der Formunterseite und Formoberseite.

 

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Rovingtränkvorrichtung des Verfassers. Made by MFG Sulzbach-Rosenberg e.V.. Der Roving wird auf dem Tisch gestreckt aufgelegt und mittels des Pinsels mit Harz getränkt. Wird das Harz zum Rovingtränken mit dem Heißluftgebläse erwärmt, geht es leichter, denn das Harz wird dünnflüssiger. Damit beim Tupfen mehr Druck auf den Roving kommt, habe ich mit der Schere die Pinselborsten gekürzt.

 

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In der Formoberseite sind die ersten drei Rovings lose in der Form verlegt. Wichtig bei 3-Blatt Propellern, Rovings um den Bolzen legen. Damit man beim Einlegen der Rovings nicht durcheinander kommt, fängt man am besten immer mit dem gleichen Propellerblatt an und dreht die Form im Uhrzeigersinn immer um ein Blatt weiter.

 

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Die ersten Rovings sind am Gewebe angedrückt.

 

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So werden nach und nach alle Rovings eingelegt und angedrückt.

 

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Die Formunterseite wird genauso aufgebaut.

 

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In der Formunterseite sind alle Rovings eingelegt.

 

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Um die Nabe wird ein Gemisch aus Harz mit Baumwollflocken, Glasfasersachnitzel und oder gemahlene Kohlefaser gelegt. Zum Verkleben der beiden Propellerteile wird an Nasen- und Endleiste des Propellers eine Harzraupe gelegt. Das gleiche wird in der anderen Formhälfte gemacht. Eventuell mittels Schablone nachmessen, damit nicht zuviel Harzgemisch eingelegt wird. Der Propeller kann möglicherweise etwas dicker werden, da die Formen nicht ganz zusammengehen. Die Harzraupe am Rand kann hier entfallen.

 

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Die Form ist zusammengesetzt, der Bolzen der oberen Formhälfte ist beim Zusammensetzen durchgedrückt worden. Jetzt muß nur noch verschraubt werden. An jedem Ende der Form ist ein kleines Stück Holz angeklebt, damit die Form beim Laminieren nicht wackelt.

 

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Nach dem Aushärten. Eine Formhälfte ist abgenommen, der Propeller liegt in der unteren Formhälfte.

 

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Der entformte Propeller, noch nicht bearbeitet, der Bolzen für die Kurbelwellenbohrung steckt noch. Mit diesem Bolzen wurde der Propeller aus der Form gedrückt bzw. geschlagen.

 

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Der Propeller ist hier schon verputzt und ausgewuchtet. Gezeigt werden hier zwei Möglichkeiten des Auswiegens. Links mit dem Auswuchtgerät von Fema (Aufbau ähnlich einer Wasserwaage, man sieht in der Mitte die Luftblase in der Libelle), rechts ein etwas einfacheres Gerät. Paßt, oder?

 

Text und Bilder © Helmut Weiß

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Stand: 24.11.2006
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